71 verdienen über 170.000 Euro
So hoch sind die Gagen der ORF-Spitzenverdiener

| Tobias Seifried 
| 31.03.2025

Seit dem Vorjahr muss das Medienunternehmen mitteilen, wie viele und welche seiner Mitarbeiter:innen mehr als 170.000 Euro brutto pro Jahr verdienen. Laut dem neuen Transparenzbericht ist die Zahl auf 71 Personen gestiegen.

Aufgrund einer Gesetzesänderung muss der ORF seit dem Vorjahr jährlich einen Transparenzbericht veröffentlichen, der zeigt, welche seiner Mitarbeiter:innen ein Bruttojahresgehalt von mehr als 170.000 Euro bekommen. Im Vorjahr waren das 62 Personen (LEADERSNET berichtete). Am Montag wurde der Transparenzbericht 2024 an den Medienminister Andreas Babler übermittelt, kurze Zeit später auf der ORF-Homepage veröffentlicht.

Dabei zeigt sich, dass die Liste der Top-Verdiener:innen um 13 Personen gewachsen ist. Somit gab es 2024 im ORF insgesamt 71 Mitarbeiter:innen, die mehr als 170.000 Euro verdient haben. Der Anstieg sei darauf zurückzuführen, dass die gesetzlich definierte Grenze für die namentliche Veröffentlichung nicht valorisiert wurde – im Gegensatz zu den Gehältern, so der Öffentlich-Rechtliche.

Robert Kratky bleibt die Nummer eins

Spitzenreiter bleibt Ö3-Wecker-Moderator Robert Kratky, der auf ein stolzes Gehalt von 472.702 Euro kommt. Im Vergleich zum Jahr davor entspricht das einem Plus von 28.807 Euro. Auf den weiteren Podiumsplätzen gibt es ebenfalls keine Verschiebungen. Auf Platz zwei landet erneut Sicherheitsbeauftragter Pius Strobl (451.710 Euro) und erst am dritten Platz ist Generaldirektor Roland Weißmann (427.500 Euro) zu finden.

Komplettiert werden die Top 10 von ORF-Enterprise CEO Oliver Böhm (374.000 Euro), ORF III-Geschäftsführer Peter Schöber (301.318 Euro), Finanzchefin Eva Schindlauer (279.972 Euro), ORF III-Geschäftsführerin Kathrin Zierhut-Kunz (276.430 Euro), Radio-Direktorin Ingrid Thurnher (270.720 Euro), Technischer Direktor Harald Kräuter (270.720 Euro), Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz (270.720 Euro), ZIB2-Moderator Armin Wolf (266.855 Euro) und ORS-Geschäftsführer Michael Wagenhofer (266.630 Euro).

Sparbedarf

Insgesamt beläuft sich das Gehalt der 71 Top-Verdiener auf rund 16 Millionen Euro pro Jahr. In der Vorwoche wurde eine kleine ORF-Gremienreform und weitere Einsparmaßnahmen beschlossen (LEADERSNET berichtete). So wird unter anderem die Haushaltsabgabe bis zum Jahr 2029 auf 15,30 Euro pro Monat (ohne Länderabgaben) eingefroren. Weißmann bezifferte den Sparbedarf davor auf rund 220 Millionen Euro.

Die Veröffentlichung betreffe laut dem ORF weniger als zwei Prozent der Belegschaft. Aktuell würden laufend Maßnahmen getroffen, um die Personalkosten weiter zu senken. Allein im Vorjahr seien 20 Millionen Euro im Personalbereich eingespart worden. Dennoch hagelte es nach der Veröffentlichung teils harsche Kritik an den fürstlichen Gehältern.

www.orf.at

Kann nicht sagen ob alle Herrschaften gut in ihrem job sind aber einen gute(n) Manager:in unter 250 im Jahr gibt es praktisch nicht mehr - zb bei Nationalratsabgeordnete da könnte man noch einsparen und zwar richtig….
Gerald Ziegler
Und wir bezahlen das alles mit unserer Haushaltabgabe?!

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