Wiener Konzertveranstalter
Nächste Eventfirma schlittert in die Pleite

Dem Konzertveranstalter und Caterer mit Sitz in Wien wurde vor allem die Verlegung eines großen Festivals zum Verhängnis.

Kurz nachdem eine Eventfirma von Johannes Jagerhofer in die Insolvenz geschlittert ist (LEADERSNET berichtete), hat es nun ein weiteres Unternehmen dieser Branche erwischt. Wie der KSV1870 und der Alpenländische Kreditorenverband am Montag mitteilten, wurde über das Vermögen der Tigger Entertainment GmbH beim Handelsgericht Wien ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Die Firma mit Sitz in der Bundeshauptstadt (8. Bezirk) ist auf die Organisation von Musikveranstaltungen spezialisiert. Laut KSV1870 wird neben dem Eventmanagement auch ein Catering betrieben.

Gemäß den vorgelegten Unterlagen sind von der Insolvenz 38 Gläubiger:innen betroffen. Die Gesamtforderungen belaufen sich demnach auf rund 475.670 Euro. Die aktuellen Vermögensverhältnisse müssen im Zuge des Verfahrens erst durch den Insolvenzverwalter überprüft werden. Derzeit werden bei Tigger Entertainment keine Dienstnehmer:innen beschäftigt.

Insolvenzursachen

Als Grund für die Pleite gibt das Unternehmen einen Vertragsbruch an, aufgrund dessen das "Beatpatrol Festival 2024" kurzfristig nach Linz verlegt werden musste, da in Wien und der näheren Umgebung kein geeigneter Veranstaltungsort zur Verfügung gestanden sei. Diese Umstände hätten zu erheblichen Mehrkosten für Organisation, Infrastruktur und Marketing geführt. Gleichzeitig seien die erwarteten Einnahmen deutlich unter den ursprünglichen Planungen geblieben. Zudem könne bis zum heutigen Tag kein geeigneter Veranstaltungsort für das "Beatpatrol Festival" in Wien gefunden werden. Der Wegfall dieses zentralen Events werde die Geschäftsentwicklung im Jahr 2025 nachhaltig beeinträchtigen.

Fortführung angestrebt

Tigger Entertainment beabsichtigt, das Unternehmen zu sanieren und fortzuführen. Den Gläubiger:innen wird ein Sanierungsplan mit einer 20 Prozent Quote, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme, angeboten. Ferner sollen die Gläubiger:innen für den Fall, dass die Firma in einem Rechtsstreit gewinnt, bis zu 100 Prozent der offenen Forderung erhalten.

Die erste Gläubigerversammlung ist für den 24. Juni 2025 einberaumt. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Erwin Senoner bestellt.

www.ksv.at

www.akv.at

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