Ab dem 27. März 2025
The ZoNe und nexus_art + science eröffnen erste Ausstellung "Intangible"

Die präsentierten Werke sind ein dynamischer Dialog zwischen Wissenschaft, Philosophie sowie Kunst und sollen dazu einladen, über gängige Erkenntnismodelle und Erzählweisen hinauszudenken. Im Zentrum steht dabei unter anderem die Frage, wie sich das Leben selbst organisiert. 

Nachdem The ZoNe und nexus_art + science bereits im vergangenen Jahr Einblicke in ihr künstlerisches Schaffen gegeben haben (LEADERSNET berichtete), eröffnen sie nun eine Ausstellung mit dem Namen "Intangible". Zu bestaunen sind die Werke ab dem 27. März 2025 in der Galerie rauminhalt im vierten Wiener Bezirk. Dort bleiben sie schließlich bis zum 3. Mai 2025 betrachtbar.

Neues alternatives Paradigma 

Die gezeigten Werke sind als dynamischer Dialog zwischen Wissenschaft, Philosophie und Kunst zu verstehen. Sie sollen dazu einladen, über gängige Erkenntnismodelle und Erzählweisen hinauszudenken. Zudem behandeln sie die Fragen, wie sich das Leben selbst organisiert und welche Handlungskraft Organismen aus sich selbst heraus entwickeln – sprich, ein neues alternatives Paradigma, welches das mechanistische Weltbild der modernen Wissenschaft herausfordert. Obendrein ist die Ausstellung eine künstlerische Reflexion des Forschungsprojekts Pushing the Boundaries, das am Institut für Philosophie der Universität Wien verankert ist. Gefördert wird das Ganze von der John Templeton Foundation und unter der Leitung des Biologen Johannes Jäger sowie der Philosophin Tarja Knuuttila untersucht das Projekt die fundamentale Unterscheidung zwischen dem Lebendigen und dem Nicht-Lebendigen. 

Insgesamt besteht die Ausstellung aus drei Teilen. Der erste Part "The Ontology of the Undefinable" ist ein Kontra zu Wittgenstein. Dabei heißt es: worüber man nicht sprechen kann, darüber muss geredet werden, da man ansonsten Grenzen der Erkenntnis, speziell, wenn es ums Lebendige geht, nie klar sehen kann. Der zweite Teil "Beyond the Age of Machines" dokumentiert und reflektiert die Prozesse der interdisziplinären Auseinandersetzung mit dem dynamischen Dialog und beleuchtet, wie sich das Verständnis von Lebewesen im Vergleich zu künstlichen Systemen verändert. Es hinterfragt die Grenzen mechanistischer Weltbilder und erforscht, wie sich Organismen aus sich selbst heraus organisieren und handeln – eine Fähigkeit, die Maschinen grundlegend fehlt. Der dritte Part "Worldmaking" wiederum hinterfragt, wie die moderne Wissenschaft und Gesellschaft mit dem selbstbestimmten Aspekt der Realität umgehen. Denn jedes Lebewesen bringt eine Welt hervor und subjektive Erfahrungen werden zu Tatsachen durch Handlungen. 

Auf Augenhöhe

Bei der Ausstellung begegnen sich also Kunst, Philosophie und Wissenschaft auf Augenhöhe. Besucher:innen betreten einen Raum, in dem sie von einer dynamischen Anordnung aus Darstellungen, Videos und Installationen durch die Themenwelten geleitet werden. Auf diese Weise werden wissenschaftliche Prozesse durch künstlerische Methoden greifbar gemacht. "Intangible" markiert so nicht nur die erste Zusammenarbeit zwischen The ZoNe und nexus_art + science, sondern zeigt auch, wie sich neue, kollaborative Formate entwickeln. Auf diese Weise soll die Ausstellung an der Schnittstelle von Kunst, Philosophie, Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft Impulse für eine neue Form des Denkens geben. 

Die Künstler:innen hinter dem Projekt

Das Kollektiv The ZoNE besteht aus den Künstlern Bronwyn Lace und Marcus Neustetter, Biologe und Philosoph Johannes Jaeger und Kuratorin Başak Şenova. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, den Konzeptraum zwischen Kunst, Philosophie und Wissenschaft zu erforschen. 

nexus_art + science wiederum nimmt mit der Ausstellung eine zentrale Rolle als Vermittler und Impulsgeber wahr. Der Verein selbst versteht sich als Plattform, die Wissenschaft und Kunst verbindet, um neue Denkmodelle zu entwickeln und gesellschaftlich relevante Fragen aus interdisziplinärer Perspektive zu beleuchten. "Unser Ziel ist es, Wissenschaft und Kunst nicht nur in den Dialog zu bringen, sondern diesen Dialog auch nachhaltig zu gestalten. 'Intangible' ist ein perfektes Beispiel dafür, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit neue Denkweisen eröffnen kann. Kunst und Wissenschaft haben das Potenzial, gemeinsam eine tiefere Form des Wissens zu erschließen – jenseits traditioneller akademischer und ästhetischer Grenzen", so Harald Bichler und Georg Strasser von nexus_art + science. 

www.the-zone.at

www.artandscience.at

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Herausgeber von LEADERSNET-ART ist Gerhard Krispl.

 

Begleitveranstaltungen

  • 29. März 2025 | ab 14:00 Uhr – Walkabout mit den Künstler:innen & Wissenschaftler:innen: Ein interaktiver Rundgang mit Diskussionen über die Prozesse hinter den Arbeiten. 
  • 12. April 2025 | ab 14:00 Uhr – "Philosophers’ Day": Eine Reflexion über die philosophischen Grundlagen von Kunst und Wissenschaft.
  • 26. April 2025 | 17:00 Uhr – art∘SALON∘science: Die Premiere eines neuen Kunst- und Wissenschafts-Salons mit Podiumsdiskussion und künstlerischen Interventionen

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  • 12. April 2025 | ab 14:00 Uhr – "Philosophers’ Day": Eine Reflexion über die philosophischen Grundlagen von Kunst und Wissenschaft.
  • 26. April 2025 | 17:00 Uhr – art∘SALON∘science: Die Premiere eines neuen Kunst- und Wissenschafts-Salons mit Podiumsdiskussion und künstlerischen Interventionen

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