Fotos der Eröffnung
Neuer Ausstellungsraum im Ernst Fuchs Museum eröffnet

| Gerhard Krispl / LEADERSNET-ART Herausgeber 
| 20.02.2025

Als Auftakt zum Jubiläumsjahr 2025 wurde das ehemalige Schlafzimmer des Künstlers in der Otto Wagner Villa als neuer Ausstellungsraum präsentiert.

Im Rahmen des Fests zum 95. Geburtstag von Ernst Fuchs wurde dessen ehemaliges Schlafzimmer erstmals für Besucher:innen geöffnet und als audiovisuelle Installation präsentiert, die vier verschiedene Aspekte des Universalkünstlers widerspiegelt. Ernst Fuchs hatte zu seinen Lebzeiten in diesem Raum keines seiner eigenen Werke ausgestellt, sondern sich mit Künstler:innen umgeben, die er besonders bewundert hatte.

"Mit der Gestaltung des Raums schwebte uns eine Art Kaleidoskop vor, das unter dem Titel 'Annäherungen' vier Facetten von Ernst Fuchs als 'Sohn und Suchender', 'Professor & Kosmopolit', 'Malerfürst' und 'Visionär' zeigt. Es spiegelt nicht nur die Grundsteine seiner künstlerischen Entwicklung wider, sondern auch seine komplexe Beziehung zu Frauen. Vom Malerfürsten, der im Laufe seiner Karriere ganz gezielt die 'Marke Ernst Fuchs' etablierte, über den begnadeten Erzähler, der es meisterhaft verstand, sein Publikum zu fesseln, bis hin zu dem visionären Kosmopoliten, der fast manisch seine Visionen in allen möglichen Kunstformen ausdrückte", erklärte die künstlerische Geschäftsführerin des Museums, Alexandra Slama.

Ernst Fuchs
Die audiovisuelle Installation der Ausstellung soll den Besucher:innen die Möglichkeit bieten, sich dem Menschen hinter dem Künstler Ernst Fuchs anzunähern – ein Leben, das sich über Konventionen hinwegsetzte und stets auf der Suche nach neuen Wegen und Ausdrucksformen war. © ernstfuchsmuseum

Bei der Eröffnungsfeier hielt Michael Fuchs, einer der Söhne von Ernst Fuchs, die folgende Rede auf seinen Vater:

"Ernst Fuchs und seine Relevanz für die Gegenwart.

Ernst Fuchs war ein vertikaler Mensch. Er bediente sich des Irdischen, um nach den Sternen zu greifen. Schon als Wunderkind war er ein Senkrechtstarter. Man kann sein Leben und Schaffen als eine Überwindung der Schwerkraft deuten, die Schwerkraft der heutigen geistigen Trägheit. Durch die Verquickung mythischer, religiöser und sinnlicher (auch im Sinne des Sinnhaften) Elementen in seiner Kunst erwies er sich als Überwinder des Waagerechten mancher modernen Kunstströmungen. Seine Kunst bleibt nicht auf der Oberfläche, sie geht in die Tiefe und strebt in die Höhe hinauf.

Schöpfer und Geschöpf, was den Menschen primär wichtig ist, was uns in unserem Menschsein anspricht: unsere Gestalt und Geist, die Familie, die Heimat und darf ich auch sagen: Gott findet sich in der Kunst Ernst Fuchs' wieder. Er wollte einen Vorgeschmack des verlorenen Paradieses uns geben, fern des Materialismus und Nihilismus, die uns so häufig begegnen. Ernst Fuchs trat diesem Phänomen entschieden entgegen. Er war der Antipode des Beliebigen und daher überflüssigen. Sein Werk bleibt von diesem Relativismus verschont, weil es Zeugnis von wahrer menschlicher Größe gibt, menschliches Versagen, wie auch menschliche Triumphe. Seine Werke sind von Heroen bevölkert in einer Zeit, die so oft von Mittelmäßigkeit gezeichnet ist. Als Philosoph und Theologe, Maler und Dichter zeigte Ernst Fuchs, wie auch Antonio Gaudi und Salvador Dalí, einen Weg zur Wiederfindung des Menschlichen und Göttlichen in der Kunst.

Das Gesamtkunstwerk war für den Meister das Leitmotiv, Fundament und Ziel seines Schaffens. Er sah darin die einzige Möglichkeit, den Menschen in seiner Ganzheit zu offenbaren und zusammen mit der Wissenschaft und Technik die Gesellschaft zu gestalten. Auch dieser überaus wichtige Beitrag des Ernst Fuchs zur Erhaltung und Bereicherung unserer Kultur darf nicht in Vergessenheit geraten: Er war Meister vieler junger Künstler und Künstlerinnen. Als Mentor konnte er auf Dutzende, wenn nicht Hunderte Jünger zurückblicken, deren Namen hier zu nennen, diesen Rahmen sprengen würde. Der Meister wollte die Kunst zu jenem gesellschaftlichen Ansehen und Relevanz wieder erheben, den sie in den großen Epochen unserer Kulturgeschichte genoss und sie als Botin der Schönheit und der menschlichen Würde feiern."

Illustre Gästeschar

Der Einladung ins Ernst Fuchs Museum folgten zahlreiche Prominente. So waren unter anderem zu Gast: Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner (14. Bezirk), Bezirksrätin Brigitte Haidler, Josef Kalina (Unique Relations), Ines Schwandner (ORF), Bernd Lötsch (eh. Direktor Naturhistorisches Museum) & Gattin Elisabeth, Michael Enzinger (Präsident Rechtsanwaltskammer), Tobias Schröter (Steinway Austria), Elena Lysyuk (Künstlerin), Otto Rapp (Künstler), André Leherb (Neffe des bekannten fantastischen Realisten) & Gattin Gabriele Brandner (Galeristin), Peter Mahler (Kunstexperte), Violetta & Simon Hengl (Künstler), Erich Fenninger (Volkshilfe), Olivier Schaffer (VR-Experte), Robert Christian Rauer (RCR Vienna), Besim Yildiz (Mona Lisa Brautmoden) und Martin Mayr (UniCredit Group).

LEADERSNET war bei der Feier. Eindrücke finden Sie in unserer Galerie.

www.ernstfuchsmuseum.at

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