"Nach langen und harten Verhandelungen"
Streit zwischen Spar und NÖM beendet

| Wolfgang Zechner 
| 17.02.2025

Beide Parteien einigten sich nach "langen und harten Verhandlungen". Das bestätigten NÖM-Vorstand Alfred Berger und Spar-Sprecherin Nicole Berkmann KEYaccount und LEADERSNET auf Anfrage.

Fast vier Monate herrschte zwischen dem größten österreichischen Lebensmittelhändler Spar und dem niederösterreichischen Molkerei-Unternehmen NÖM Eiszeit. Ende Oktober 2024 hatte Spar Preiserhöhungen im zweistelligen Prozentbereich für NÖM-Produkte verweigert. Alle Versuche, doch noch eine Einigung zu erzielen, scheiterten damals. Schließlich stoppte die NÖM die Belieferung der Spar-Supermärkte. Hinter den Kulissen wurde aber weiterverhandelt. Am vergangenen Freitag erfolgte der Durchbruch: "Nach langen und harten Verhandlungen haben wir uns geeinigt", sagt Alfred Berger im Telefonat mit KEYaccount-Herausgeber Wolfgang Zechner. Beide Seiten seien mit dem Ergebnis zufrieden, so Berger weiter. Schon bald wird das fehlende NÖM-Sortiment wieder in den Spar-Regalen auftauchen. "Ich schätze, dass es in zwei Wochen unsere Produkte wieder in allen Spar-Supermärkten geben wird", so der NÖM-Vorstand. 

Auch Spar bestätigte KEYaccount die Einigung. "Die NÖM-Produkte fließen ab dieser Woche wieder ins Sortiment ein", sagt Spar-Sprecherin Nicole Berkmann. Über die Hintergründe der Einigung schweigen sich beide Verhandlungsparteien aus. Fest steht aber, dass einer der spektakulärsten Lieferboykotte in der jüngeren österreichischen Handelsgeschichte nun beendet ist. 

Die Produktion jener Spar-Eigenmarken-Produkte, die von der NÖM verantwortet werden, war von dem Streit nicht betroffen. "Das wäre auch nicht möglich gewesen, weil es hier längerfristige Verträge gibt", erklärt Berger. Während des Lieferstopps hatte Spar die fehlenden NÖM-Produkte mit Molkereierzeugnissen anderer Hersteller wie der Berglandmilch kompensiert.

www.spar.at

www.noem.at

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